Vergangenheit die trägt – Zukunft die herausfordert

2015

... ist die Kirchliche Sozialstation Tettnang eine soziale Einrichtung, die den Menschen in und umTettnang im Rahmen der Pflege zu Hause, der Familienpflege und mit der organisierten Nachbarschaftshilfe zur Verfügung steht. Sie ist getragen von der Kirchengemeinde Sankt Gallus und steht in einem Netz mit kirchlichen und kommunalen Kooperationspartnern im Raum Tettnang, Meckenbeuren und Neukirch.

Die pflegerischen, hauswirtschaftlichen und pädagogischen Leistungen von 35 Mitarbeitern, unterstützt von 50 freiwillig Tätigen, erreichen jeden Monat mehr als 200 Menschen im Raum Tettnang, Meckenbeuren und Neukirch.

1994

… wird das Gesetz zur Einführung der Pflegeversicherung verabschiedet. Die Pflegeversicherung soll die Kosten einer Pflegebedürftigkeit teilweise absichern und wird als letzter Baustein im System der sozialen Sicherung verstanden. Geistiger Vater ist Norbert Blüm, zu jener Zeit Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

1988

… Einweihung der Büroräume in der Wilhelmstraße 5

1987

… wurden die Tettnanger Ordensfrauen wegen Nachwuchsmangel in den Ordensberufen abberufen. Schwester Adelinde ging nach 40jähriger Tätigkeit 84jährig zurück ins Kloster Reute, Schwester Walburga ging nach Frankfurt. Später wurde sie Generaloberin des Konvents. Die Sozialstation war zur damaligen Zeit eine kleine Organisation mit 14 MitarbeiterInnen.

1986

… begann der Aufbau der organisierten Nachbarschaftshilfe.

1979

… gingen die damaligen Schwesternstationen aus dem Umkreis in die neu gegründete Kirchliche Sozialstation über. Eine lange Tradition unentgeltlich geleisteter Kranken- und Altenhilfe benötigte ein neues finanzielles Fundament. Es entstand eine Kooperation der Kommunen Tettnang, Neukirch und Meckenbeuren und der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden dieser Region mit dem Ziel, die Dienste der Sozialstationen zu finanzieren. Einen wesentlichen Beitrag hierfür übernahmen die Krankenpflegevereine.

1978

… entsendete das Kloster mit Sr. Walburga eine junge und tüchtige Kraft, um in den Räumen des Schwesternhauses in Sankt Loreto einen Dienst für Kranken- und Familienpflege aufzubauen. Sie wirkte gemeinsam mit Sr. Adelinde in Tettnang.

1863

… lagen die Anfänge der Schwesternstation der barmherzigen Schwestern vom Kloster Reute im Tettnanger Spital und weiteren kleinen Schwesternstationen in fast allen Dörfern rund um Tettnang. Insgesamt wirkten 112 Ordensfrauen bis zur Abberufung 1987 in der stationären und ambulanten Krankenpflege, der Kinderbetreuung und im Rahmen einer Wöchnerinnenstation in Tettnang.

Das heutige Gebäude der Sozialstation in der Wilhelmstraße
Dieses Bild entstand um 1950 und zeigt St. Loreto mit dem Schwesternhaus, dem Ursprung der Sozialstation.
Vielen noch in guter Erinnerung: Schwester Adelinde (links) und Schwester Walburga